Autor: Netzmeister

Stadtpavillon

Ein Arbeitsmodell für das Fach “Baukonstruktion” während meines Grundstudiums: das Gerüst für die Aufnahme von Innengestaltung und Fassade; in der Mitte ein Multimediaraum. Wenngleich gestalterisch und baukonstruktiv noch nicht besonders durchdacht – dennoch eine schöne Holzstäbchenpuzzlearbeit.

Zwischenspiel im Stadtquartier

Ein Arbeitsmodell für das Fach „Landschaftsarchitektur“ während meines Studiums – die Neugestaltung des Raumes und der Straßen um die Katholische Kirche Weimar. Damals waren Finnpappe und Styropor noch nicht verpönt sondern zweckentsprechend, einfach und wirkungsvoll.

Lange Rille

Wirklich, heutzutage sind noch gute Plattenspieler zu finden – natürlich im Geschäft, aber auch auf dem Sperrmüll. Weshalb dieser Plattenspieler auf dem Müll landete, ist nachzuvollziehen: Im rauhen DJ-Alltag brach wohl die rückwärtige Führung für das Tonarmgewicht ab.

Mein Schatz!

Mein Bruder bat mich um ein Geschenk für seine Tochter: ein Holzkästchen für ein Buch oder ihre geheimsten Geheimnisse, das ginge doch, oder?

Csengös Mozdony

Die „Csengös Mozdony“. Irgendwann einmal muß einer draufgetreten sein – glücklicherweise war nicht mehr passiert, als daß seit dieser Zeit ein Rad schief stand. Natürlich funktionierte das Fahren und Wenden nicht mehr richtig. Das Rad mußte eine neue stabile Aufnahme für die Achse bekommen, denn das Blech ließ sich nicht in der Art richten, daß…

mini-Dröllsen

Noch einmal der Langsamhefter “Dröllsen” – das Gegenstück zum “Schnellhefter”, allerdings im Kleinformat. Hier habe ich vier dieser Randloch-Hefter oder Lochheft-Ränder zum stilvollen Wegsortieren schmalbreitformatiger Kontoauszüge benutzt. Auch hier gilt: Der Name “Dröllsen” entstand unter der Dusche – er ist nicht aus dem IKEA-Katalog!

Pola Roid

Eine „frühe Arbeit“: mein Batteriekasten! Die Batterien waren Polaroid-Cartridges, in denen ursprünglich immer ein Satz Fotopapier sowie jeweils eine Batterie steckten. Nachdem die Kassette leerfotografiert war, blieb immer die Batterie mit einem ganzen Rest Strom übrig. Das hielt ich damals schon für Verschwendung und so hob ich diese Kassetten auf.

Erbstück II

Noch so ein gutes Stück, das – übriggeblieben – von keinem gemocht wurde und zu Lebzeiten der Großmutter von ihr zwar engagiert, aber unsachgemäß mit Kittifix und Pflaster zusammengehalten wurde.

Spiegel-Kitt(sch)

Der Spiegel mit Schnörkel und Putte – das Erbstück, das alles sein kann, je nach Einstellung: schönes Erbstück oder gräßlicher Kitsch. Ich habe mich für das erste entschieden und ihn erst einmal ausgebessert und gesäubert, danach einen schönen Ort zum Aufhängen gesucht.

Schlosserei „tagsucht“

Fast wie „damals, als es nichts gab“. Mein Türschloß in der Tür zum Aufstieg auf den Dachboden hatte keinen Wechsel. Keinen was, bitte? Der Wechsel ist die „Funktionsweise bei einem Türschloss, wenn man mit dem Schlüssel (und nicht nur mit der Klinke) die Schlossfalle betätigen und die Tür öffnen kann.“ (Lexikon) Aha! Und einen solchen…

Durchblick (I)

Ein Freund hatte gleich doppelt Pech mit seiner Canon XL-1 – zweimal ging der Sucher zu Bruch, der erste gehörte ihm selbst, der zweite war nur geborgt. Für den geborgten Sucher habe ich ein ganz neues Drehgelenk angefertigt. (Der zweite ist eine andere Geschichte.) Seitdem darf ich mir die Kamera immer wieder und jederzeit ausborgen.

Kaffeedose ohne Deckel

„Duuu.. ich habe da so eine schöne Kaffeedose aus Porzellan – aber sie hat keinen Deckel mehr. Kannst Du da nicht was machen?“ Na, sicher: Mit einem schönen Stück gemasertem, verastetem Holz, einer Drechselbank und einer Reihe Holzwerkzeuge läßt sich da durchaus etwas machen!

Wer hören will, muß reparieren

Vollständig zerbröselte Kopfhörer aus der lokalen Radiostation? Kein großes Problem! Aber muß man defekte Kopfhörer wirklich reparieren? Wenn es geht: Ja. Wenn sie gut sind: Ja. Wenn kein Geld für neue da ist: Ja. Was war denn so alles kaputt daran? Es gab einen zerbrochenen Bügel, es gab verdrehte und gebrochene Kabel und es gab…

Tropenholz

Diese Giraffe hatte ein gebrochenes Bein, das schief angesetzt worden war. Da gabs nicht mehr viel zu machen außer die überstehenden gummiartigen Klebstoffreste zu entfernen, die schiefe Stelle mit dem Schleifklotz auszugleichen und am Ende die geschliffene Stelle mit dunkler Holzbeize farblich wieder an den Rest des Tieres anzupassen.

Buch ohne Einband

Eine seltsame Geschichte hat es schon, das Buch „Dante-Platz“ von Dragan Velikić. Marcel Reich-Ranicki äußerte sich wie folgt: „Ein Buch, das man nicht gelesen haben muß.“ Offenbar war die Buchhandlung, in deren Hinterhof ich das Buch fand, der gleichen Meinung: der Einband war abgerissen – ein typisches Zeichen für Unverkäuflichkeit.

state of the art

Anfang der 2000er Jahre bekam ich meinen ersten SGI-Computer, eine „IRIS Indigo R4000“ – nicht mehr ganz neuester Stand der Technik, aber doch ein Objekt, auf das ich stolz sein konnte. An so einer Kiste repariert man dann auch jedes noch so kleine Gehäuse-Manko.

Michel Angelo

Meine Bettgestelle und Matratzenträger habe ich mir immer selbst gebaut – ich weiß gerne genau, worauf ich schlafe. Mein zweiter und hoffentlich vorläufig letzter Umzug gaben einmal wieder den Anlaß für einen Neubau. Dieses Futon-Bettgestell incl. der „Breitreifen“ besteht zu 100% aus sehr altem und gutem Bauholz einer abgerissenen Trockenbauwand.

Nudeln Erbsen Linsen Reis

„Meine 7 Tanten Käthe“ sind sieben kleine Koch- und Backzutatenbehälter für die Küchenanrichte – paßgenau angefertigt für den Marmoraufsatz, genauer: für den Raum zwischen der großen und der kleinen Marmorplatte, in dem sich immer stapelweise nichtabgewaschene Teller, Tassen und Gläser verkeilt hatten.